Veranstaltungshinweise des Landesbehindertenbeauftragten Bremen
Guten Tag,
wir möchten Sie zu folgenden Veranstaltungen in der kommenden Zeit gerne einladen:
Fachtag „Demenz im Kontext von Lernschwierigkeiten – Aktuelle Erkenntnisse, Perspektiven, Praxisbeispiele“ am 17. September 2026 um 9 Uhr im Martinsclub Bremen e.V.
Der Fachtag widmet sich dem Schwerpunkt „Menschen mit Demenz und Lernschwierigkeiten“. Er wird von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. in Kooperation mit dem Landesbehindertenbeauftragten durchgeführt. Gemeinsam möchten wir auf aktuelle Erkenntnisse, Sichtweisen von Angehörigen sowie Erfahrungen aus der Praxis blicken. Neben einem Impulsvortrag zu aktuellen Grundlagen zur Begleitung von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz wird das Programm durch einen persönlichen Erfahrungsbericht im Rahmen einer Angehörigenperspektive bereichert. Zum Abschluss lädt die Gesprächsrunde „Stimmen aus der Praxis“ zum gemeinsamen Austausch ein. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Fragen an Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern zu richten, Erfahrungen zu diskutieren und Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Fachtag Demenz im Kontext von Lernschwierigkeiten
Abschlussveranstaltung zur Ausstellung „Sexismus in leichter Sprache“ am 28. September 2026 um 16 Uhr in der VHS Bremen, 3. Etage
Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen treffen im Alltag auf diverse Nachteile. Diese mehrfachen Benachteiligungen schränken ihre Teilhabe auf vielen Gebieten ein - zum Beispiel in der Arbeitswelt, im gesellschaftlichen und politischen Diskurs, in der Kultur oder im Sport. Frauen mit Behinderungen werden auch besonders oft Opfer von allen Formen von Gewalt.
Der Landesfrauenrat Bremen und der Landesbehindertenbeauftragte Arne Frankenstein als Vorsitzender des Landesteilhabebeirats laden alle Interessierten zu einem Austausch über diese Erfahrungen ein. Unsere Gäste werden Frauen aus der Selbstvertretung, Interessenverbänden und Schwerbehindertenvertretungen sein. Nach dem Gespräch ist ein lockeres Beisammensein mit Getränken und Häppchen geplant.
Zur Anmeldung der Abschlussveranstaltung zur Ausstellung in der VHS
KI und Barrierefreiheit: Nützliches Werkzeug oder neue Hürde?
am 7. Oktober 2026 von 15:30 – 17:30 Uhr mit anschließendem
Get-Together in der VHS Bremen, Erdgeschoss
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, Barrierefreiheit zu stärken. Ob automatische Untertitel für lineares Fernsehen oder Livestreams, barrierefreie digitale Angebote oder Alternativ-Texte – KI kann dazu beitragen, Zugänge zu Medien, Information und Kommunikation zu verbessern.
Gleichzeitig zeigt sich: Barrierefreiheit entsteht nicht automatisch durch Technologie. Übersetzungen können fehlerhaft, Bildbeschreibungen unzureichend, Tools unzugänglich sein. Automatisierte Prozesse ohne menschliche Qualitätskontrolle laufen Gefahr, bestehende Ausschlüsse zu reproduzieren oder sogar neue zu erzeugen, statt die Möglichkeiten zur Teilhabe zu verbessern. Denn: KI-Systeme werden mit Daten aus einer vielfach nicht barrierefreien Welt trainiert.
Die Frage ist daher zum einen, unter welchen Bedingungen KI Barrierefreiheit tatsächlich fördern kann. Zum anderen müssen wir auch da genau hinschauen, wo es um die Barrierefreiheit von KI selbst geht: Sind die Tools und Interfaces überhaupt für alle zugänglich und damit nutzbar? Wie wird die Qualität der Ergebnisse kontrolliert? Wie lassen sich Risiken von Automatisierung begrenzen? Und wie stellen wir sicher, dass von Anfang an Menschen mit Behinderungen als Expert:innen in eigener Sache an Entwicklung, Umsetzung und Bewertung beteiligt sind?
In der gemeinsamen Veranstaltung der Bremischen Landesmedienanstalt und des Landesbehindertenbeauftragten möchten wir mit Ihnen und Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis, Medien und Selbstvertretung darüber diskutieren, wie KI bereits heute zur Förderung von Barrierefreiheit eingesetzt wird und wo ihre Grenzen liegen. Und wir wollen beleuchten, welche Standards, Kompetenzen und Rahmenbedingungen notwendig sind, damit technologische Innovation zu mehr Teilhabe und echter Partizipation beiträgt, statt bestehende Ungleichheiten zu verstärken.
Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 23. September 2026.
Weitere Informationen und zur Anmeldung KI und Barrierefreiheit
Herbsttagung des „Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation“ vom 30. Oktober bis 1. November 2026 in der Bremer Landesvertretung in Berlin
Mit dem Schwerpunkt der Umsetzung des Bundestagsbeschlusses „Opfer von NS-Euthanasie und Zwangssterilisation – Aufarbeitung intensivieren“ aus dem Januar 2025 findet die Herbsttagung des „Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen
„Euthanasie“ und Zwangssterilisation“ in Berlin statt. Die Tagung wird in Kooperation und mit Unterstützung des Landesbehindertenbeauftragten, der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, des Krankenhaus-Museums Bremen, KulturAmbulanz, des GeDenkOrt.Charité und des Förderkreises Gedenkort T4 e.V. veranstaltet.
Weitere Informationen und zur Anmeldung der Herbsttagung (pdf)
Zum Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation
Freie Hansestadt Bremen
Der Landesbehindertenbeauftragte
Postadresse:
Am Markt 20 ∙ 28195 Bremen
Besuchsadresse:
Markstraße 3 / Börsenhof C ∙ 28195 Bremen
Tel.: (0421) 361-18181


